Cholesterin – so senken Sie den LDL-Wert im Blut

Nur ein hoher LDL-Cholesterin-Wert ist gefährlich
Wenn es darum geht, den Cholesterinwert zu senken, ist immer der Wert des LDL-Cholesterins gemeint, das landläufig das „böse“ Cholesterin genannt wird, weil es die Blutgefäße verhärten und verstopfen kann.

Richtwert, Schwellenwert und Normwert
In der Medizin arbeitet man mit Richtwerten. Generell gilt, dass ein LDL-Wert – also der Wert des „bösen“ Cholesterins – von mehr als 160 Milligramm pro Deziliter Blut einen erhöhten Cholesterinwert anzeigt. Der Schwellenwert für das LDL-Cholesterin liegt bei etwa 190 Milligramm pro Deziliter. Oftmals reichen eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung aus, um auf den Normwert zu kommen. Dieser sollte bei < 160 Milligramm pro Deziliter Blut liegen. Wenn allerdings Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht oder bereits ein Herzinfarkt vorliegen, muss der Cholesterinwert zwingend und sofort auf unter 100 bzw. 70 Milligramm pro Deziliter abgesenkt werden.

Änderung der Lebensweise
Der nächstliegende – aber in der Umsetzung auch der schwierigste – Weg, den LDL-Wert zu senken, besteht in einer Veränderung der Lebensweise. Die ersten Maßnahmen sind: Rauchen einstellen, auf Alkohol ganz oder weitgehend verzichten, Übergewicht abbauen, regelmäßig bewegen und auf eine gesunde Ernährung umsteigen.

Medikamente zur Cholesterinsenkung
Falls eine Umstellung der Lebensweise nicht gelingt, verordnet der Arzt im nächsten Schritt häufig pharmazeutische Cholesterinsenker, sogenannte Statine. Statine hemmen ein Enzym im menschlichen Körper, die sogenannte HMG-CoA-Reduktase. Diese stellt Cholesterin her. Ist das Enzym blockiert, entsteht weniger Cholesterin in den Zellen, was zur Folge hat, dass sie mehr von dem mit der Nahrung zugeführten Cholesterin aus dem Blut aufnehmen. Dadurch sinken der Gesamt-Cholesterinspiegel, das LDL-Cholesterin und die Triglyceride im Blut. Zusätzlich können die Statine den HDL-Spiegel leicht erhöhen. HDL-Cholesterin transportiert überschüssiges Cholesterin ab. Statine wirken sich also auf der einen Seite positiv auf die Blutfettwerte aus.

Statine und ihre Nebenwirkungen
Andererseits haben Statine starke und teils gefährliche Nebenwirkungen. Sie sind dafür bekannt, bei manchen Patienten Muskelschwäche zu verursachen, bei anderen Leber- und Nierenprobleme bis hin zu Niereninsuffizienz und Nierenversagen und bei wieder anderen Grauen Star. Auch das Diabetesrisiko können Statine erhöhen, und zwar um fast 50 Prozent. Ebenso soll das Risiko einer Parkinson-Erkrankung steigen.

Gesunde Ernährung als Alternative zu Statinen
Wer den LDL-Cholesterin-Wert senken, aber auf Statine verzichten will, sollte Lebensmittel meiden, die den LDL-Wert erhöhen. Diese sind nach heutiger Lehrmeinung vor allem tierische Fette wie Wurst (Cervelat, Salami, Leber- und Mettwurst), Innereien und Schweinefleisch, ferner Schweineschmalz, Mayonnaise, Kokosfett und Palmöl. Bei Meeresfrüchten wie Shrimps und Miesmuscheln, fetten Käsesorten, Sahnejoghurt und Schlagsahne sollte man ebenfalls aufpassen. Besonders gefährlich ist es, wenn die Lebensmittel mit Transfetten kombiniert werden – also Fetten, die bei der industriellen Härtung entstehen und in Fertiggerichten und Frittiertem stecken.

Wer einen bestehenden hohen LDL-Wert senken will oder am besten bereits im Vorfeld vermeiden will, sollte eine Vitamin-C-reiche Ernährung bevorzugen, also viel Obst und Gemüse essen, denn Vitamin C kann den LDL-Wert senken und den HDL-Spiegel erhöhen. Frisch gepresste Frucht- und Gemüsesäfte liefern außerdem viele andere Vitamine, Mineralien, Enzyme und Antioxidantien, die die Leber entlasten. Auf dem Speiseplan sollten zudem regelmäßig Omega-3-Fettsäuren in Form von Fisch, Wild und Pflanzenölen stehen. Auch Hafer, Haferkleie, Gerste oder Gerstenkleie sowie Artischocken helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Sinnvoll sind zudem Bitterstoffe wie Löwenzahn, Tausendgüldenkraut, Wermut, Schafgarbe oder Hopfen, weil sie die Gallebildung in der Leber fördern.

Produkte aus Rotem Reis
Besonders in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird viel mit Rotem Reismehl gearbeitet, weil es aufgrund seiner Fermentierung die Stoffwechselsituation positiv beeinflussen kann, ohne Nebenwirkungen zu haben – vorausgesetzt, man achtet auf höchste Qualität. Der gesamte Fettstoffwechsel wird somit entlastet. Ein empfehlenswertes Nahrungsergänzungsprodukt ist monachol®.

LDL-Cholesterin senken durch Bewegung
Ein weiterer ausgezeichneter Schutzfaktor ist moderate, regelmäßige, möglichst tägliche Bewegung. Durch die Bewegung wird Energie verbraucht und dadurch der Fettstoffwechsel sehr positiv beeinflusst. Ideal sind Radfahren und Nordic Walking oder eine Bewegung, bei der man leicht ins Schwitzen kommt, denn diese Art von körperlicher Aktivität treibt den Kreislauf an und beschleunigt die Atmung. Darüber hinaus sollte die Bewegung mindestens 20 Minuten, besser 40 Minuten am Tag dauern, damit der Fettstoffwechsel der Leber in Gang kommt. Allerdings nützt Bewegung allein nichts, wenn man sich trotzdem ungesund ernährt. Am besten ist der cholesterinsenkende Effekt, wenn man beides praktiziert.