Ölziehen – eine natürliche Routine hilft dem Körper


Mit dem Frühjahr denkt fast jeder darüber nach, etwas für sich zu tun. Detoxen oder fasten – alles, was hilft, den Körper von schädlichen Stoffe zu befreien, ist gewünscht. Das Ziel ist es, sich besser, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen.

Eine Methode, die in der ayurvedischen Medizin eine lange Tradition hat, ist das Ölziehen. Es lässt sich leicht in das morgendliche Ritual integrieren und wirkt sich besonders auf die Zahn- und Mundgesundheit positiv aus. Denn im Mundraum sammeln sich gerne Krankheitskeime, Bakterien und Abbauprodukte des Körpers. Mit dieser Methode werden sie an das Öl gebunden und auf natürliche Weise aus dem Mund entfernt. Ölziehen hilft gegen Zahnfleischbluten und Mundgeruch, festigt lockere Zähne, verringert Zahnbelag, bekämpft Karies und lässt die Zähne wieder weißer werden.

Für das Ölziehen sollten kaltgepresste Pflanzenöle wie Sonnenblumen-, Sesam-, Oliven- oder Kokosöl, die antibakterielle und antivirale Eigenschaften haben, möglichst in Bio-Qualität, angewandt werden – am besten morgens vor dem Zähneputzen und auf nüchternen Magen. Zusätzlich nützlich ist ein Zungenschaber, mit dem man zunächst den Belag auf der Zunge entfernen kann.

Und so geht es: Man nimmt einen Esslöffel Öl - zur Gewöhnung reicht zuerst ein Teelöffel - in den Mund und zieht das Öl durch die Zahnzwischenräume hin und her, wie bei einer herkömmlichen Mundspülung.

Das sollte rund 15 bis 20 Minuten gemacht werden, anschließend das Öl ausspucken, den Mund mit warmem Wasser mehrmals ausspülen und die Zähne gründlich putzen.

Auch wenn dies alles am Anfang ungewohnt ist, nach einiger Zeit möchte man auf diese natürliche und wirksame Routine nicht mehr verzichten. Einfach einmal ausprobieren!