FAQ Stoffwechsel

Welche Aufgaben hat die Leber?

Die Leber ist am Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel beteiligt. Sie entgiftet den Körper von alten roten Blutkörperchen und Hämoglobin, baut Alkohol, Medikamentenreste und Stoffwechselprodukte ab und speichert Glucose, Fette und Vitamine. Sie sorgt für eine Synthese von Cholesterin, Bluteiweißen und Traubenzucker, ist an der Bildung der Galle und der Blutbildung beim ungeborenen Kind beteiligt und reguliert den Vitamin- und Mineralstoffwechsel. Die Leber gilt als das Stoffwechsel-Kraftwerk des Körpers.

Leberprobleme - Wie merkt man das?

Die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan des Menschen. Sie ist für rund 500 verschiedene Stoffwechselvorgänge permanent im Einsatz, so um Nahrungsmittelbestandteile um- oder abzubauen, zu speichern und andere Stoffe wie Gallensäuren, Cholesterin oder Vitamine und weitere neu zu bilden. Störungen dieser vielfältigen Funktionen oder gar Schädigungen der Leberzellen sind in der Regel nicht schmerzhaft. Jedoch sind Symptome wie Appetitverlust, Erschöpfung oder Verdauungsstörungen Warnsignale, die vom Arzt oder Therapeuten abgeklärt werden sollten. Ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, Gelbfärbung von Haut und Augen oder Veränderungen in Konsistenz und Färbung des Stuhls sind deutliche Signale, die für Störungen im Leberstoffwechsel sprechen können und dann zwingend behandelt werden müssten. Grundsätzlich ist die Leber ein beeindruckend robustes Organ, das sich bei entsprechender Behandlung gut regenerieren kann; erst wenn rund 90 Prozent der Zellen zerstört sind, kann nur noch eine Transplantation helfen.

Wie kann man die Leber gesund erhalten?

Der natürlichste Weg, die Leber vor Erkrankungen zu schützen, ist eine gesunde Ernährung, die tierische Fette sowie die Zufuhr von Zucker und Weißmehl weitestgehend meidet, unterstützt durch sogenannte Bitterstoffe. Diese regen die Leber zur Produktion von Gallenflüssigkeit an, fördern den Gallenfluss und bringen die Bauchspeicheldrüse dazu, Enzyme herzustellen. Bitterstoffe sind in vielen Pflanzen enthalten, die man als Tees, Salate, Presssäfte oder kaltgepresste Öle zu sich nehmen kann.

Warum leiden heute so viele Menschen unter Diabetes?

Diabetes – genauer: Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt – ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Die beiden wichtigsten Formen sind der Typ-1- und der Typ-2-Diabetes. Ursache für Typ-1 ist meist eine Fehlreaktion des Immunsystems, bei der Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen und das Hormon Insulin nicht produziert werden kann. Die meisten Zuckerkranken leiden an Typ-2-Diabetes. Hier sorgen ungesunde Ernährung, Übergewicht und mangelnde Bewegung dafür, dass sich zu viel Glukose im Blut befindet. Dieser ungesunde Lebensstil ist typisch für Menschen in hoch entwickelten Ländern, weshalb Typ-2-Diabetes auch als Zivilisationskrankheit bezeichnet wird.

Wie kann man Diabetes verhindern und behandeln?

Das beste Mittel, einer Zuckerkrankheit vorzubeugen, ist regelmäßige körperliche Bewegung, eine gesunde Ernährung mit wenig tierischen Fetten, Zucker und weißem Mehl sowie die Vermeidung von Übergewicht. Ist man bereits an Diabetes erkrankt, zeigt sich dies oft an ständigem Durst, starkem Harndrang und Müdigkeit. In diesem Fall sind die genannten Risikofaktoren auszuschalten. Zudem helfen Medikamente, den Blutzucker zu regulieren. Manchmal muss auch Insulin gespritzt werden.

Warum sind Omega-3-Fettsäuren für die Gesundheit wichtig?

Omega-3-Fettsäuren sind essenziell, also lebensnotwendig. Die bekanntesten Vertreter sind DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure). Da der menschliche Organismus sie nicht selbst bilden kann, müssen sie dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden. Omega-3-Fettsäuren erweitern die Blutgefäße, wirken hohem Blutdruck entgegen, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und die Konzentration der verschiedenen Blutfette und senken so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie unterstützen die Gesundheit der Augen und der Haut, verbessern den Zellstoffwechsel und steigern die Konzentrationsfähigkeit.

Welche Nahrungsmittel enthalten Omega-3-Fettsäuren?

Nahrungsmittel, die viel Omega-3-Fettsäuren enthalten, sind zum Beispiel Lein-, Walnuss- und Rapsöl, Leinsamen und Walnüsse, ferner fettreiche Fische wie Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch und Sardine sowie arktische Kleinstkrebse (Krill). Zudem gibt es zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel.

Was bewirkt Omega-3 im Krillöl?

Untersuchungen haben bestätigt, dass Omega-3-Krillöl auf einzigartige Weise gegen die sogenannten stummen Mikroentzündungen wirkt, die Ausgangspunkt vieler chronischer Krankheiten sind. Es wird eingesetzt gegen Gelenkerkrankungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und verschiedene Krebsarten. Zudem findet es Verwendung bei neurologischen Erkrankungen wie Depression oder Alzheimer, Makuladegeneration, Bluthochdruck sowie Arthritis und kann einem Schlaganfall vorbeugen.

Warum ist Omega-3-Krillöl wirkungsvoller als normales Fischöl?

Krillöl wird aus Krill, also arktischen garnelenartigen Kleinstkrebsen, hergestellt. Es enthält viele Phospholipide, die in allen Körperzellen vorkommen und dort am Aufbau von Biomembranen beteiligt sind. Diese Phospholipide sorgen dafür, dass Krillöl besser und schneller im Darm aufgenommen wird; Fischöl hat keine Phospholipide. Somit kann mit der gleichen Menge Omega-3-Fettsäuren aus Krillöl ein höherer Blutplasmaspiegel erreicht werden als mit der gleichen Menge Fischöl, das aus fettreichen Fischen wie Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch oder Sardine gewonnen wird. Krillöl ist also besser bioverfügbar. Zudem mischt sich Krillöl sofort mit dem Wasser im Magen und verteilt sich, während Fischöl oben im Magenwasser schwimmt und zu fischigem Nachgeschmack und Aufstoßen führen kann und außerdem schnell ranzig wird und verdirbt. Darüber hinaus hat Fischöl den Nachteil, dass seine Triglyceride in der Leber in eine nutzbare Form umgewandelt werden müssen, was den Körper viel Kraft kostet.

Warum braucht der Körper das Coenzym Q10?

Das Coenzym Q10 ist eine fettlösliche Substanz, die auch als Ubichinon bezeichnet wird, was so viel wie „überall vorhanden“ heißt. Q10 ist in jeder Körperzelle zu finden; ohne Q10 ist die Energiegewinnung in der Zelle nicht möglich, und die Zelle stirbt ab. Q10 trägt zur Zellatmung bei, hält die Zellmembranen elastisch und ist ein wichtiger Radikalfänger. Es ist für die Vitalität von Geweben und Organen wichtig, unterstützt vor allem Herz, Bauchspeicheldrüse, Leber, Nieren, Immunsystem, Nervensystem und Muskeln und gilt als Anti-Aging-Mittel.

Warum ist das Coenzym Q10 für den Körper wichtig?

Das Coenzym Q10 ist ein zentrales Element bei der Produktion von Adenosintriphosphat (ATP), also des Energiestoffs, mit dem die Muskeln arbeiten. ATP ist damit auch für die Leistung des Herzmuskels sehr wichtig.

Warum ist Bewegung für Körper, Geist und Seele so wichtig?

Regelmäßige Bewegung hat positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Der Stoffwechsel wird angeregt, der Körper verbraucht mehr Kohlenhydrate und Fette als im Ruhezustand. Die Herz-Kreislauf-Leistung steigt, das Blutvolumen wird erhöht, das Blut kann leichter durch die Adern fließen und das Risiko einer Arteriosklerose sinkt. Der Herzmuskel wird stärker, und die Gefäße vermehren und vergrößern sich. Damit werden größere Mengen sauerstoffreichen Blutes transportiert und die Organe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Muskeln werden gekräftigt und schützen Gelenke und Wirbelsäule vor Fehlbelastungen. Regelmäßige Bewegung normalisiert den Cholesterinspiegel (der LDL-Wert sinkt, der HDL-Wert steigt) und beugt Diabetes mellitus vor. Bänder, Gelenke und Knochen werden gestärkt, das Immunsystem arbeitet besser, und die ausgeschütteten Endorphine (sogenannte Glückshormone) haben eine direkte, positive Wirkung auf die Psyche.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist genau genommen kein Vitamin, sondern ein Hormon beziehungsweise ein Prohormon. Wer von Vitamin D spricht, meint eigentlich Vitamin D3 – allerdings haben sich diese Begriffe im Sprachgebrauch etabliert. Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Im Körper kann das wichtige Vitamin D3 (Cholecalciferol) mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut (aus 7-Dehydrocholesterol) gebildet werden. Dazu ist jedoch eine ausreichende Sonnenbestrahlung notwendig, die im nördlichen Europa eher nicht gegeben ist. Konkret muss die Strahlung auf die Haut ohne Sonnenschutzmittel – was aus anderen Gründen nicht zu empfehlen ist – treffen. Sie darf nicht durch UVB-Barrieren wie etwa Fenster abgelenkt sein. Wie andere Vitamine auch, sollte Vitamin D zusätzlich mit der Nahrung aufgenommen werden. So ist es in der Leber, in fetten Fischarten wie Hering, Lachs oder Aal, im Ei, in Vollmilch, in Avocados oder in Pilzen zu finden. Die notwendige Menge Vitamin D, die wiederum vom Alter und von der gesamtgesundheitlichen Konstitution abhängig ist, ist aber auch durch die Aufnahme über die genannten Lebensmittel kaum zu erreichen. Deshalb ist, so auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, eine zusätzliche Versorgung durch Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll.

Wer braucht Vitamin D?

Der Körper kann Vitamin D3 nur in Teilen selbst herstellen, so durch Sonneneinstrahlung (UVB) und bei ausreichender Versorgung mit Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln. Vitamin D3 wird zur Regulierung des Kalziumspiegels im Blut und zum Knochenaufbau beziehungsweise für eine gesunde Knochenstruktur benötigt. Es trägt zur Erhaltung der Muskelfunktionen bei und spielt bei fast allen Zellfunktionen eine Rolle. Fehlendes Vitamin D kann zum Beispiel bei Kindern zu Rachitis führen. Es begünstigt Osteoporose – im Alter nimmt die Knochenmasse ab; eine häufige Folge sind Knochenbrüche. Osteoporose ist nicht nur eine „Frauenkrankheit“: Jeder fünfte Patient mit Osteoporose ist ein Mann, allerdings aufgrund des andersartigen Knochenbaus mit anderen Auswirkungen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit besteht ein höherer Bedarf an Vitamin D. Es nimmt Einfluss auf die Regulierung beziehungsweise die Erhaltung des adäquaten Kalziumstatus, und dieser spielt wiederum eine wichtige Rolle bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es wird auch ein Zusammenhang von Vitamin-D-Mangel und rheumatischen und sogar psychischen Erkrankungen vermutet.

Sommer und Sonne - reicht das, um genug Vitamin D zu haben?

Experten gehen davon aus, dass im Winter in Deutschland rund 60 Prozent der Menschen an einem Vitamin-D-Mangel leiden. Zwar kann das Vitamin generiert werden, indem man die Haut UVB-Strahlen aussetzt und sich entsprechend ernährt. Die Sonne kann aber die Synthese des Vitamins D nur leisten, wenn sie ungefiltert auf die Haut trifft. Das ist jedoch angesichts der Lücken im Ozonschirm der Erde und der massiven Hautkrebsgefahr kaum zu empfehlen. Außerdem muss die Sonnenstrahlung in einem bestimmten Winkel auf den Körper auftreffen; steht sie tiefer als etwa 45 Grad (Oktober bis April), findet keine Vitamin-D-Produktion mehr statt. Wenn der Vitamin-D-Speicher, durch zu wenig Sonneneinstrahlung im Winter, leer (< 30 ng/ml) ist, dann empfiehlt es sich dringend, Vitamin D3 und K2 zu ergänzen. Die Intensität der Sonne in nördlichen Regionen und die Lebensweise der Menschen in den Industrienationen verringern aber auch die Chance im Sommer, allein mithilfe der Sonne ausreichend Vitamin D zu produzieren.

Wie stellt man fest, ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt?

Per Blutentnahme kann bei einem Arzt oder Heilpraktiker Ihr Vitamin-D-Status festgestellt werden. Für die Blutentnahme müssen Sie nicht nüchtern sein. Weisen Sie Ihren Therapeuten darauf hin, dass er ausschließlich die Untersuchung des einfachen 25-OH-Vitamin D anfordern sollte. Eine zusätzliche Bestimmung des aktiven 1,25-OH-Vitamin D ist nicht nötig; diese verursacht nur zusätzliche Kosten und führt außerdem zu Verwirrung und Fehldiagnosen. Grund: Unser Organismus tendiert bei einem Vitamin-D-Mangel dazu, in den Nieren vermehrt die aktive Form 1,25-OH-Vitamin D des Sonnenhormons zu produzieren und ins Blut abzugeben, um das Defizit zumindest ein wenig auszugleichen – und das, obwohl die meisten Zellen für ihren Stoffwechsel zunächst das einfache Vitamin D benötigen, aus dem sie selbst die aktive Variante herstellen. Angenommen, Ihr Therapeut ist mit diesen Details nicht vertraut, dann wird er den hochnormalen Wert des aktiven Hormons als gutes Ergebnis interpretieren und Sie beruhigen, dass sich kein Vitamin-D-Mangel bestätigt hätte. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall.

Die Werte werden meist in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) ausgewiesen. Als grobe Orientierung kann gelten, dass bei 30 bis 100 ng/ml der Status als „normal“ angesehen wird; ein leichter Mangel liegt bei 20 bis 30 ng/ml und ein schwerer bei weniger als 20 ng/ml vor.

Wann und wie oft sollte man seinen Vitamin-D-Spiegel messen lassen.

Eine Messung sollte zwei Mal im Jahr stattfinden. Im Herbst prüfen Sie bitte, ob Sie im Sommer ausreichend „Vorrat“ angelegt haben, um gut durch den Winter zu kommen. Nur wer seinen Wert kennt, weiß, ob er in den sonnenarmen Wintermonaten zusätzliche Maßnahmen ergreifen muss, um seinen Vitamin-D-Wert aufrechtzuerhalten. Eine weitere Untersuchung im Frühjahr zeigt Ihnen an, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben und den Wert den gesamten Winter über halten konnten. Falls Sie in einen Mangel geraten sind, müssen die Maßnahmen für den nachfolgenden Sommer besprochen werden.

Was kostet der Test?

Bei der Blutuntersuchung handelt es sich um eine IGeL-Leistung. Der Aufwand pro Blutuntersuchung hält sich mit circa 25 bis 30 € in Grenzen; dieser Beitrag sollte Ihnen Ihre Gesundheit wert sein.

Was ist Vitamin K? Wie unterscheiden sich Vitamin K1 und Vitamin K2 voneinander?

Vitamin K1 und Vitamin K2 sind bisher in der Allgemeinheit noch relativ unbekannt. Entdeckt wurden sie bereits 1926 durch den dänischen Forscher Carl Peter Henrik Dam. 1943 erhielten er für die Entdeckung sowie Edward Adelbert Doisy für die Strukturaufklärung dieser Vitamingruppe gemeinsam den Nobelpreis für Medizin.

Vitamin K ist keine einheitliche Substanz, es kommt in zwei natürlichen – K1 und K2 – und weiteren synthetischen Varianten vor. Erst allmählich beginnt man zu verstehen, dass sich die Aufgaben der beiden Vitamine K1 und K2 ganz wesentlich unterscheiden und nur leicht überschneiden. Vitamin K1 gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kommt zum Beispiel in grünem Gemüse vor; es kann im Körper so durch Mikroorganismen in das aktivere K2 umgewandelt werden. Vitamin K2 dagegen stammt aus Fisch, Fleisch und Tierprodukten wie Eiern und Milch.

Was bewirkt Vitamin K2?

Vitamin K2 ist für den Kalziumstatus der Knochen wesentlich verantwortlich. Mithilfe von Vitamin K2 wird das Kalzium im Knochen angelagert, der Knochen bleibt stabil, und das Risiko der Osteoporose wird gemindert. Findet diese Einlagerung nicht statt, verbleibt das Kalzium im Blut und wird an den Gefäßwänden oder in der Niere abgelagert – eine Arterienverkalkung oder Nierensteine sind die Folge.

Warum sollen die Vitamine D3 und K2 kombiniert werden?

Zwischen Vitamin D3 und Vitamin K2 besteht die Wechselwirkung im Wesentlichen darin, das im Blut gelöste Kalzium am richtigen Ort, zum Beispiel in den Knochen oder Zähnen, zu binden. Damit wird auch verhindert, dass es sich an Gefäßen oder anderen Organen anlagert und dort Schäden verursacht.